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PICABIA, FRANCIS (EIGTL. MARTINEZ DE PICABIA, FRANCIS-MARIE)

1879 Paris 1953

Sans titre (Transparence).


Kohle Bleistift auf Papier,
sig. u.r.,
32,5x26 cm (BG)

Echtheitsbestätigung: Beverly Calté, Comité Picabia, Paris, 2. April 2017.

Das Werk wird in den sich in Vorbereitung befindlichen Catalogue Raisonné des Werkes von Francis Picabia aufgenommen.

Nach dem frühen Tod seiner Mutter wuchs Francis Picabia allein bei seinem Vater, einem spanisch-kubanischen Diplomaten, in Paris auf. Schon in jungen Jahren wandte er sich der Malerei zu und studierte 1895-1897 an der École des Arts Décoratifs. Daneben belegte er Kurse an der École du Louvre und an der Académie des Historienmalers Ferdinand Humbert, wo er u.a. auf Georges Braques und Marie Laurencin traf. 1897 öffnete sich Picabia gleichsam eine neue Welt, als er mit Werken von Alfred Sisley und Camille Pissarro konfrontiert wurde. Während dem folgenden Jahrzehnt schuf er ein beachtliches Oeuvre mit über 100 dem Impressionismus verpflichteten Gemälden, die er im Salon d'Automne, im Salon des Indépendants und in der Galerie Haussmann zeigte. 1909 änderte er seinen Malstil und experimentierte mit abstrakten und kubistischen Formen. Später arbeitete er in einem ihm eigenen Stilmix mit kubistischen und fauvistischen Elementen. Im Atelier von Jacques Villon freundete er sich mit Fernand Léger, Albert Gleizes, Guillaume Apollinaire und Marcel Duchamp an. 1913 nahm er in New York an der Armory Show teil und beteiligte sich an der "Puteaux-Gruppe". Es folgten künstlerische Abstecher in den Dadaismus und den Surrealismus. 1925 zog Picabia nach Mougins, wo er sich mit Gertrude Stein anfreundete. Die letzten Jahre seines Lebens verbrachte er in Paris, wo sein Oeuvre 1949 in einer grossen Werkschau in der Galerie René Drouin präsentiert wurde. 1951 würdigte ihn Hans Arp als "Christoph Columbus der Kunst".

Mitte der 1920er Jahre bis etwa 1931 arbeitete Francis Picabia an seiner "Transparence" genannten Werkgruppe, in der er die Ablösung vom Dadaismus und von seinen "mechanomorphischen" Arbeiten vollzog. "Transparence" nimmt zeichnerisch Bezug auf fotografische Überblendungsverfahren und zeugt vom Interesse des Künstlers an diesem Medium wie auch am Film. Das vorliegende, geheimnisvoll verträumt anmutende Werk spielt mit Illusion und optischer Ambiguität, die in dem von Picabia mitverfassten Kurzfilm "Entr'acte" (1924) bereits erfolgreich ausprobiert worden waren.


Confirmation of authenticity: Beverly Calté, Comité Picabia, Paris, 2nd of April 2017.

The work on offer will be included in the Catalogue Raisonné of Francis Picabia's work, which is currently under preparation.

From the mid-20s until about 1931, Francis Picabia worked on a series titled "Transparence", in which he completes his separation from Dada and his "mechanomorphic“ works. Graphically, "Transparence" echoes photographic dissolve techniques and testifies to the artist's interest in photography, as well as film. This mysterious work with a dreamy quality, plays with illusion and optical ambiguity, which Picabia had already successfully tested in "Entr'acte" (1924), a short film co-authored by Picabia.

Estimation CHF 25'000
EUR 24'038
USD 26'881
Zuschlag CHF 29'000
Die Preislimite liegt in der Regel ca. zwischen 1/2 bis 2/3 der Schätzung. Schriftliche und telefonische Gebote werden über das Login, Fax +41 31 560 10 70 und per Brief entgegengenommen.
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