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AGASSE, JACQUES-LAURENT

Genève 1767 - 1849 London

"Buffle dans un paysage montagneux".


Öl auf Leinwand, doubliert,
60,5x50,5 cm

Echtheitsbestätigung: Arthur Ackermann & Son, London (betitelt "Water Buffalo").

Provenienz: (Wohl) Sammlung Familie George Pitt, England; Koller Auktionen, Zürich, 1966, Lot-Nr. 1427; Privatbesitz, Schweiz.

Der Tiermaler Jacques-Laurent Agasse zeigte bereits in jungen Jahren grosses Interesse am Zeichnen, das in ihm durch ein illustriertes Exemplar von Buffons "Histoire naturelle" geweckt worden war. Nach ersten künstlerischen Gehversuchen an der Genfer École de Dessin du Calabri begab er sich mit 19 Jahren nach Paris, wo er sich in Jacques-Louis Davids Atelier weiterbilden liess. Parallel zu seinem Malereistudium widmete er sich der Tieranatomie und Sezierung an einer Tierarztschule und am Naturhistorischen Museum. Im Zuge der Französischen Revolution wurde er zur Rückkehr nach Genf gezwungen. Auf Anraten seines Bekannten und späteren Freundes George Pitt, der den Künstler als zukünftiger 2nd Baron Rivers auch in den folgenden Jahren rege unterstützen sollte, ging er zwecks pferde- und hundezuchtspezifischen Studien nach England. Nach einem Intermezzo in der Calvinstadt kehrte Agasse im Jahr 1800 nach London zurück und etablierte sich hier bald als Tier- und namentlich als Pferde- und Hundemaler. So etwa erhielt er von George IV. den Auftrag, die königliche Menagerie mit Darstellungen von wilden und exotischen Tieren auszustatten. Ebenso präsentierte er seine Werke zwischen 1801 und 1845 regelmässig an den Ausstellungen in der Royal Academy. Neben Tierkompositionen schuf der Schweizer auch Genrebilder, Landschaften und Porträts sowie Illustrationen für Biologiefachbücher.

Gemäss Renée Loche entstand das vorliegende Gemälde um 1820-1824 und damit zu einem Zeitpunkt, als sich Jacques-Laurent Agasse bereits einen Namen als Tiermaler geschaffen hatte. Eine exakte Pinselführung, klare Konturen und die Wiedergabe verschiedener Lichtnuancen zeichnen die Komposition aus. Mit einer durch anatomische Studien und wissenschaftliche Analysen erzielten Perfektion hauchte Agasse dem Büffelkörper Leben ein. Gemäss Echtheitsbestätigung fand der Künstler sein Modell nicht in freier Wildbahn, sondern im Zoo der Familie Pitt vor, zu dessen Mitgliedern auch Agasses Mäzen George Pitt zählte.

Wir danken Renée Loche, Genf, für ihre weiterführenden Werkinformationen.

Estimation CHF 50'000
EUR 48'076
USD 53'763

Sale time: 10.11.2017 around 14.45 (+/- 45 min)
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