37
ANKER, ALBERT

1831 Ins 1910

Bauer mit Pfeife beim Lesen des Seeländer Boten.


Aquarell,
sig. u. dat. 1903 u.r.,
34x24,5 cm (LM)

Schon während seiner Schulzeit nahm Albert Anker privaten Zeichenunterricht und begann 1851 auf Drängen des Vaters hin ein Theologiestudium in Bern, das er jedoch bereits nach zwei Jahren wieder abbrach. 1854 zog er nach Paris, um sich zum Maler ausbilden zu lassen. Hier erhielt er Unterricht vom Schweizer Klassizisten Charles Gleyre, und 1855-1860 besuchte er Kurse an der École Impériale et Spéciale des Beaux-Arts. Ab 1856 war er regelmässig in den Turnus-Ausstellungen des Schweizerischen Kunstvereins vertreten, seit 1859 auch im Pariser Salon, wo er 1866 eine Goldmedaille gewann. Im gleichen Jahr nahm er seine Tätigkeit für die Fayencefabrik der Gebrüder Deck auf. Die Sommermonate verbrachte er in Ins, die Wintermonate in Paris. In den 1880er Jahren unternahm er mehrere Italienreisen. Im Mai 1890 gab er seinen Pariser Wohnsitz auf und begann kurz darauf, im Auftrag des Neuenburger Verlegers Frédéric Zahn Illustrationen zu dessen Gotthelf-Ausgabe zu schaffen, eine Arbeit, die ihn jahrelang in Anspruch nehmen sollte. Im September 1901 erlitt Anker einen Schlaganfall, der seine rechte Hand vorübergehend lähmte. Mit ungeheurem Willen versuchte er hierauf, seine Schreib- und Malfähigkeit wieder zu erlangen: Bereits drei Monate später schuf er sein erstes verbrieftes Aquarell wieder rechtshändig, gefolgt von rund 350 weiteren Aquarellen, wozu er teilweise auch seine linke Hand als fixierende Stütze für seine Rechte einsetzte. Thematisch konzentriert sich Ankers Spätwerk auf die engste Umgebung des Künstlers.

Estimazione CHF 60'000
EUR 57'692
USD 64'516

Ora della vendita: 12 maggio 2017 circa 18.45 (+/- 45 min)
Il prezzo di riserva è fissato generalmente tra 1/2 e 2/3 dell'estimazione. Accettiamo le offerte scritte o telefoniche con l'aiuto del login, tramite fax +41 31 560 10 70 o lettera.
© Dobiaschofsky Auktionen AG 2017
Note legali
Button Menue mobile