A140 Herbst 2025 : Schweizer Kunst

97 Schweizer Kunst 161 MENGE, CHARLES (GRANGES 1920 – 2009 MONTORGE) «TRAVERSEE D‘UN PARADIS, CONTE DE MAURICE ZERMATTEN». Mischtechnik auf Hpl., sig., dat. 1953 u. betitelt u.M. sowie wiederholt sig. u. dat. u.r., 40 x 120 cm CHF 7500.– / EUR 8300.– Charles Menge bildete sich ab 1936 an der École des Arts Industriels in Genf aus und wechselte später an die École des Beaux-Arts. In seiner Freizeit schuf er Aquarelle und erste Ölgemälde. Nach einem Aufenthalt anfangs der 1940er Jahre in Zürich, wo er sich der Druckgrafik zuwandte, kehrte Menge nach Sitten zurück. Die landschaftlichen Gegebenheiten des Kantons Wallis avancierten in der Folge zum Hauptmotivkreis seiner Kompositionen. Gern verband er die heimatliche Landschaft mit vielfigurigen Genreszenen. Seine Werke erinnern in gewisser Weise an Arbeiten Pieter Brueghels und verraten die Züge einer manichäischen Weltanschauung. Auch Stillleben und Auseinandersetzungen mit der weiblichen Figur finden sich im Schaffen des Wallisers. Bis Mitte der 1950er Jahre unternahm er zahlreiche Studienreisen, unter anderem nach Florenz, Paris und Amsterdam sowie ins belgische Löwen, wo er den Auftrag zu einer grossen Wanddekoration für die Universitätsmensa ausführte. 1955 liess sich der Maler endgültig in Montorge bei Sitten nieder. Es folgten weitere Aufträge zu Wandmalereien, unter anderem für eine Schule in Les Collines, für die Kaserne und für die Kapelle in Mâche. Nebenbei schuf Menge auch Mosaike und Glasmalereien sowie Illustrationen für Kinderbücher.

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